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Willkommen

Das Johanna-Stahl-Zentrum dient als regionales Kompetenzzentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken. Sein Themengebiet sind 900 Jahre jüdische Geschichte in der Region. Aktuell befasst es sich besonders mit der Erinnerungskultur für die jüdischen NS-Opfer. Auch die Fachbibliothek des Zentrums zeichnet sich durch ihr Alleinstellungsmerkmal in der Region aus.

In Zeiten der Corona-Pandemie sind das Zentrum und die Ausstellung "Der Spurenfinder" geschlossen. Ausstellungen und Veranstaltungen werden bis auf Weiteres nicht stattfinden. Die Mitarbeiterinnen arbeiten zum Teil im Home-Office.

Per mail ist das Team des Zentrums jedoch jederzeit zu erreichen. Bitte verwenden Sie dafür die persönlichen mail-Adressen (s. Team), da wir von außen nicht auf das jsz-Postfach zugreifen können. Bei Bedarf rufen wir gerne zurück.

Die Eröffnung des "DenkOrts Deportationen 1941 - 1944" am 21. April 2020 ist abgesagt. Auch der Vortrag von Dr. Baum am 31.03.2020 im Rahmen von "Würzburg liest ein Buch" musste verschoben werden.

Vier Jahrzehnte Forschung zur jüdischen Geschichte

Michael Schneeberger gehörte zu den Menschen in Unterfranken, die vor etwa 40 Jahren damit begannen, sich intensiv mit der Geschichte der jüdischen Bevölkerung in der Region zu beschäftigen. Zeitgleich mit ihm starteten auch andere Männer und Frauen ihre Forschungen. Eine Podiumsdiskussion am 13. Feb. 2020, 19:30 h, bringt Roland Flade, Karen Heußner, Cornelia Mence und Leonard Scherg ins Gespräch.

Anlass der Podiumsdiskussion ist die Ausstellung „Der Spurenfinder – Michael Schneeberger und das jüdische Erbe in Bayern“, die noch bis zum 19. April im Johanna-Stahl-Zentrum gezeigt wird. Darin wird der jüdische Heimatforscher Michael Schneeberger mit seiner wichtigen Arbeit und seinen Projekten vorgestellt.

Doch er war nicht der einzige Akteur auf diesem Feld. Auch weitere Menschen der ersten Generation verspürten das Bedürfnis, die vergessenen Spuren der reichen jüdischen Geschichte der Region offen zu legen und an die vertriebenen und ermordeten jüdischen Bürgerinnen und Bürger eines Ortes oder einer Region zu erinnern. Sie haben die Grundlagen gelegt für die heutige Erinnerungskultur und haben vielfach dazu beigetragen, den jüdischen Anteil der fränkischen Geschichte ins öffentliche Bewusstsein zu tragen und dort zu halten. Darüber hinaus sind ihnen Initiativen zur Rettung ehemaliger Synagogen und zur Einrichtung von Gedenkstätten zu danken.

Vier erfahrene Forscherinnen und Forscher werden im Gespräch mit Dr. Rotraud Ries, der Leiterin des Johanna-Stahl-Zentrums für jüdische Geschichte, über ihre Anfänge und ihre Motivation für ihre meist ehrenamtliche  Arbeit berichten. Dabei wird auch die Frage eine Rolle spielen, warum es so lange dauern musste, bis die jüdische Vergangenheit und die verschwundenen, ermordeten Menschen in den Blick geraten konnten. Ein Resümee zur derzeitigen Erinnerungskultur soll den Ausgangspunkt für einen Ausblick in die Zukunft liefern. Denn das Verschwinden der Zeitzeugen und der immer offener gezeigte Antisemitismus werfen neue Herausforderungen auf.

Sie sind herzlich eingeladen!

Nutzen Sie auch gerne die Gelegenheit, sich im Vorfeld der Podiumsdiskussion die Ausstellung der „Spurenfinder“ anzusehen und die Interviews über Michael Schneeberger und seine Arbeit anzusehen. Die Ausstellung wird an diesem Tag bis 19:30 h geöffnet sein.

Podiumsdiskussion, Do., 13. Feb. 2020, 19:30 Uhr, David Schuster-Saal, Shalom Europa Würzburg

Vier Jahrzehnte Forschung zur jüdischen Geschichte – die erste Generation im Gespräch

Mit Roland Flade, Karen Heußner, Cornelia Mence und Leonard Scherg, Moderation: Rotraud Ries

Foto: Detail aus der Ausstellung "Der Spurenfinder" zum jüdischen Friedhof Rödelsee, Foto: Rotraud Ries, 2019