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Willkommen

Das Johanna-Stahl-Zentrum ist das regionale Kompetenzzentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken. 900 Jahre jüdische Geschichte in der Region stehen im Mittelpunkt seiner Aktivitäten. Aktuell befasst es sich besonders mit der Erinnerungskultur für die jüdischen NS-Opfer. Auch die Fachbibliothek des Zentrums zeichnet sich aus durch ihr Alleinstellungsmerkmal in der Region.

Wir möchten Sie informieren über die Veranstaltungen, Angebote und Sammlungsbestände des Zentrums und laden Sie herzlich dorthin ein. Vielleicht möchten Sie auch Ihre Erinnerungen mit uns teilen oder uns Fotos und Dokumente aus der gemeinsamen Geschichte von Christen und Juden unserer Region überlassen?

Das Johanna-Stahl-Zentrum ist geöffnet. Bitte nutzen Sie die Möglichkeit, uns per mail zu kontaktieren, und melden Sie sich vor einem Besuch in jedem Fall an: 0931-18275. Es gelten weiterhin die Bedingungen des Hygienekonzepts.

Ausstellung "Der Spurenfinder“ vom 06.-27. Sept. 2020 in Kitzingen

Die Ausstellung „Der Spurenfinder – Michael Schneeberger und das jüdische Erbe in Bayern“, die bis Ende Juni im Johanna-Stahl-Zentrum zu sehen war, stellt die Arbeit, das Leben und Wirken des jüdischen Heimatforschers vor. Der Förderverein ehemalige Synagoge Kitzingen zeigt die Ausstellung ab Sonntag, den 06. September in der Alten Synagoge Kitzingen.

Michael Schneeberger steht stellvertretend für die zahlreichen Heimatforscher und Heimatforscherinnen, die sich intensiv mit der Geschichte der jüdischen Bevölkerung in Unterfranken beschäftigen. Zugleich nimmt er eine ganz besondere Rolle unter ihnen ein. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Fördervereins in Kitzingen und führte als fachkundiger Heimatforscher Schulklassen und Interessierte auf den Spuren der jüdischen Gemeinde durch das Synagogengebäude, durch Kitzingen und über den jüdischen Friedhof Rödelsee. Schneeberger hielt Vorträge und erstellte Ausstellungen, die in der Synagoge gezeigt wurden. Seine engen Kontakte zu ehemaligen Kitzinger Jüdinnen und Juden auf der ganzen Welt trugen wesentlich zu deren Aussöhnung mit ihrer Heimatstadt bei und bereicherten seine Forschungen. Nicht zuletzt erarbeitete Schneeberger ein Gedenkbuch, in dem er seine umfassenden Forschungsergebnisse zu den Kitzinger jüdischen Familien zusammentrug.

Somit hat Michael Schneeberger in Kitzingen und ganz Unterfranken nicht nur Spuren jüdischen Lebens gesucht und gefunden, sondern auch durch seine Arbeit und sein Wirken eigene Spuren hinterlassen. Die Ausstellung in der Alten Synagoge Kitzingen lädt bis zum 27. September dazu ein, diese Spuren anhand von vielfältigem Quellenmaterial und von Video-Interviews nachzuverfolgen.

Öffnungszeiten: täglich von 9 bis 17 Uhr

Teaser-Foto: Michael Schneeberger im Eingang der ehemaligen Synagoge Kitzingen, Foto: Werner Kappelmann, 2012